snoop erstellt unter Zuhilfenahme von dvbsnoop eine Empfangssignal-Auswertung der ausgewhlten
Kanle. Ermittelt werden BER, SNR und SIG. Ausgewiesen werden jeweils Minimal-, Maximal- und
Durchschnittswert je Kanal. Werden Bouquet- und Kanalnummer vorgegeben, wird nur dieser Sender
ausgewertet, ansonsten wir eine Gesamtliste ber alle Sender erstellt.

snoop gibt es in zwei Versionen, als

a) Konsole-Version (snoopc)
b) Plugin-Version (snoopp)

In der Plugin-Version kann snoop vom Features- oder Flexmen gestartet werden. Funktional
sind Konsole- und Plugin-Version identisch.


1. Systemanforderungen

snoop erfordert ein Neutrino-Image und sttzt sich auf wenige Befehle wie sed, grep und touch,
die in jedem aktuellem Image zur Verfgung stehen sollten. Darber hinaus wird der Befehl 'cut'
bentigt. Wird fr diesen Befehl keine Untersttzung gefunden, gibt snoop eine entsprechende
Fehlermeldung aus. Durch nachtrgliche Installation der 'Busybox Enhanced Version' (Download:
http://record.mkplace.de/viewtopic.php?t=9190) kann u.a. 'cut' dem Befehlsrepertoire hinzugefgt
werden.

Fr die interaktive Eingabe von Startparametern wird 'Input'(Download:
http://record.mkplace.de/viewtopic.php?t=6728) bentigt. Fehlerausgabe und OnScreen Display
erfordern die 'MessageBox' (Download: http://record.mkplace.de/viewtopic.php?t=6036).


2. Installation

- Sofern nicht bereits im Image enthalten, aktuelle PPC-Version von dvbsnoop herunterladen
(Download: http://sourceforge.net/projects/dvbsnoop). dvbsnoop nach /var/bin per ftp bertragen
und Ausfhrungsrechte vergeben (chmod 755).

- a) Konsole-Version: snoopc und snoopmsg nach /var/plugins per ftp bertragen und jeweils
     Ausfhrungsrechte vergeben (chmod 755).

  b) Plugin-Version
     -- Features-Men: snoopp, snoopmsg und snooppbg nach /var/plugins per bertragen und jeweils
        Ausfhrungsrechte vergeben (chmod 755). snoop.cfg und snoop.so nach /var/tuxbox/plugins
        und fr snoop.so Ausfhrungsrechte vergeben (chmod 755).
     -- Flexmen: snoopp und snoopmsg nach /var/plugins bertragen und jeweils Ausfhrungsrechte
        vergeben (chmod 755). Folgende Zeile der shellexec.conf hinzufgen:

        ACTION=Empfangssignal-Auswertung,/var/plugins/snoopp

        und die modifizierte shellexec.conf dann nach /var/plugins/conf bertragen.

  Konsole- und Plugin-Version knnen nebeneinander auf einer Dbox installiert werden.


3. Persnliche Einstellungen

Alle individuellen Einstellungen sind einmalig in den ersten Zeilen von snoopc bzw. snoopp vorzunehmen.
Die Einstellungen sind selbsterklrend, ebenso die Startparameter, die ebenfalls am Scriptanfang definiert
werden und jederzeit beim Scriptstart fr die aktuelle Ausfhrung berschrieben werden knnen: bei snoopp
ber die ber die Eingabemaske, bei snoopc zustzlich ber die Kommandozeile.



2. Ausfhrung

a)Plugin-Version

Der Aufruf erfolgt ber das jeweilige Men. Es erscheint eine Eingabemaske fr die Startparameter, die mit
den im Script eingetragenen Fehlwerten vorbelegt ist. Erfolgt innerhalb von 15 sec keine Eingabe, startet die
Auswertung mit den voreingestellten Werten. Whrend der Empfangssignal-Auswertung ist die Fernbedienung
deaktiviert (es kann lediglich das OnScreen Display, sofern aktiviert, bedient werden), und die Dbox ist
stummgeschaltet. Nach Scriptende wird der Zustand der Dbox zum Zeitpunkt des Scriptstarts wiederhergestellt.

Fehler werden, soweit mglich, als Messages auf dem TV-Bildschirm angezeigt (unabhngig davon, ob OnScreen
Display aktiviert ist oder nicht). Wird eine Fehler-Message nicht innerhalb von 60 sec besttigt, schliet
sich das Fenster selbststndig, und es wird ein ErrorLog im Verzeichnis '/var' ausgegeben.

b) Konsole-Version
Per telnet zur Dbox verbinden. Aufruf:

/var/plugins/snoop -b=param1 -c=param2 -p=param3 -w=param4 -o=param5 -l=param6 -t=param7 -s=param8 -k=param9
                   -d=param10 -r=param11

param1:  Bouquetnummer
param2:  Kanalnummer
param3:  Abfragen je Kanal
param4:  Wartezeit
param5:  OnScreen Display
param6:  Layout
param7:  Trennstrich
param8:  snoop-Statistik
param9:  Konsole-Ausgabe
param10: Debug-Modus
param11: Delete-Modus

Die Reihenfolge der Parameter ist beliebig. Bei nicht explizit angegebenen Parametern werden die jeweiligen
Fehlwerte aus snoopc angenommen. Wird das Script ohne jegliche Startparameter gestartet, wird eine Eingabemaske
ausgegeben. Der weitere Ablauf entspricht dem der Plugin-Version. 


3. Ausgabe

Die Empfangssignal-Liste wird unter /var abgespeichert. Je Sender wird eine Zeile ausgegeben,
die den Sendernamen,die Minimal-, Maximal- und Durchschnittswerte von BER, SNR und SIG sowie
die Frequenz umfat. Je nach Einstellung im Script (Variable layout) erfolgt die Ausgabe mit oder ohne
Spaltenberschrift. Es werden erst alle TV-Sender, dann alle Radio-Sender ausgegeben, je nach
Einstellung im Script (Variable trenn) mit oder ohne Trennstrich zwischen letztem TV- und erstem
Radio-Sender. Sofern aktiviert (Variable stat) erscheint eine snoop-Statistik (snoop-Parameter, Start-
und Laufzeit) am Ende der Auswertungsliste. Bei aktiviertem Debug-Mode wird zustzlich ein DebugLog ausgegeben.
Bei gesetzter Variable snoop-Statistik wird am Ende der Empfangsdaten eine bersicht ber die wichtigsten
Script-Daten ausgegben.


4. Tips

- Zwischen dem Umschalten auf einen Kanal (pzapit) und dem Abfragen des Empfangssignals
(dvbsnoop) mu eine gewisse Wartezeit liegen, damit sich der Dbox-Tuner auf den neu
eingestellten Sender abstimmen kann. Diese Wartezeit ist anscheinend boxenabhngig.
Wird sie im Script zu kurz eingestellt (Variable waitlist), knnen die ersten BER-Werte bei
einigen Sendern verflscht sein: sie sind zu hoch. Es empfiehlt sich daher, mit dem niedrigsten
Wert 1 (sec) zu starten und dann schrittweise um 1 sec zu erhhen, bis plausible BER-Werte
ermittelt werden. Um die einzelnen BER-Werte zu erhalten, mu bei snoopc die Konsole-Ausgabe
(prot=1) aktiviert sein, dann erscheinen die BER-Werte auf der Konsole, oder der Debug-Modus (debug=1),
dann erscheinen sie im DebugLog. Da bei der Plugin-Version keine Konsole-Ausgabe zur Verfgung steht,
bleibt hier nur der Weg ber den Debug-Modus.

- Die snoop-Statistik am Ende der Ausgabeliste enthlt u. a. auch die Startzeit des Scripts.
Dies kann u. U. von Bedeutung sein, um mglichen tageszeitabhngigen Schwankungen des
Empfangssignals bei bestimmten Sendern auf die Spur zu kommen.   

- OnScreen Display zeigt die aktuelle Script-Laufzeit an. Dies ist dann ntzlich, wenn man von
frheren Auswertungen die ungefhre Gesamtlaufzeit des Scripts kennt und daher wei, wielange
die Dbox voraussichtlich noch fr snoop gesperrt ist. Darber bietet OSD auch die Mglichkeit,
das Script abzubrechen. Dies ist eine sauberere Methode als ein manueller Eingriff ber die Konsole
(kill bzw. STRG+C), da auf diese Weise auch alle Child-Prozesse beendet sowie alle temporren Dateien
gelscht werden und die Dbox ins den Zustand vor der Ausfhrung des Scripts zurckversetzt wird.


5. Mgliche weitere Features

Es gibt natrlich eine ganze Reihe von denkbaren Modifikationen bzw. Erweiterungen (z. B. eine
noch flexiblere, individuell einstellbare Gestaltung der Ausgabeliste, um nur einen Punkt zu
nennen). ber zwei Punkte wird derzeit detaillierter nachgedacht:

- Scan einzelner Transponder
- Ausfhrung von Aktionen zum Scriptende (z. B. Dbox und/oder PC herunterfahren)

Diese Punkte werden jedoch erst dann angegangen, wenn hierfr sichtbar Interesse besteht.


Bugreports, Kommentare, Anregungen etc. bitte an eln@arcor.de  


Kln, 8. November 2006


